Das Hightech-Unternehmen Plastic Logic entwickelt spezielle ultradünne Displays. Ihr Hauptprodukt ist ein A4-großes elektronisch-plastisches Display, das nicht dicker als eine Kreditkarte sein soll. Das Unternehmen entstand als ein Spin-Off vom Cavendish Labor der Universität Cambridge und hat in Dresden ein Werk errichtet, um seine Displays in Serie zu fertigen. Nach einem ersten Anlauf wurde jedoch letztes Jahr die Produktion gestoppt, weil die Konkurrenz schneller billigere Produkte auf den Markt gebracht hatte. Nun gibt es einen neuen Anlauf. Dazu soll dieses Jahr 86 Millionen Euro in das Dresdner Werk investiert werden. Aber nicht nur die Massenfertigung wird in Dresden angesiedelt, sondern man will den Standort auch als Zentrum für Forschung und Entwicklung ausbauen. Im Frühjahr 2012 soll dann die neue Entwicklung produziert werden. Das kleine Unternehmen ist ein innovativer Mittelständler, der Erfolg versprechende Produkte hat und damit das "Silicon Saxony" in Dresden bereichert.
Li-Tec Battery ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und Evonik zur Entwicklung und Herstellung von Autobatterien. Deutschland, so ist oft zu hören, hinkt bei der Entwicklung von Elektroautos hinterher. Die Herstellung von leichten Autobatterien, die genügend Strom für längere Fahrten speichern können, ist bei der Entwicklung der Elektromobilität das entscheidende technische Problem. Für Sachsen, dass sich nicht nur als Automobilland der Vergangenheit, sonder auch der Zukunft versteht, ist es sehr erfreulich, dass sich die zwei Großkonzerne zusammengetan haben, um in Kamenz moderne Batterien zu entwickeln und herzustellen. Schätzungsweise 30-40 % der Wertschöpfung von Elektroautos wird durch die Batterie erzeugt. Die Autobatterien von Li-Tec sollen ab 2012 serienmäßig in Elektroautos von Daimler eingebaut werden. Der Standort im nordöstlich von Dresden gelegenen Kamenz hat damit die Chance sich in einem viel versprechenden Zukunftsmarkt zu etablieren und von steigendem Absatz an Elektroautos zu profitieren.
Soweit einige gute Nachrichten von den Zukunftsbranchen in Sachsen. Eine wichtige Zukunftsbranche, nämlich die Solarindustrie, hat jedoch gerade große Schwierigkeiten und das nicht nur im Freistaat, sondern in ganz Deutschland. Das mag etwas verwundern in Zeiten von Atomausstieg und Ausbau erneuerbarer Energien. Aber die Branche sieht sich starker Konkurrenz aus China gegenüber. Die Hersteller in Deutschland haben keinen Technologievorsprung und produzieren deutlich teurer. Außerdem wird die Einspeisevergütung für Solarstrom in Deutschland gekürzt und damit die indirekte Subventionierung der Branche heruntergefahren. Das bekommt auch der frühere steile Aufsteiger Roth & Rau aus Hohenstein-Ernstthal, westlich von Chemnitz, zu spüren. Das Tec-Dax-Unternehmen baut Maschinen, die für die Produktion von Solarzellen benötigt werden und liefert schlüsselfertige Anlagen. Der Solarzulieferer, der an der TU Chemnitz gegründet wurde, war lange Zeit ein schnell wachsendes dynamisches Unternehmen. Es wurde zu einem der größten eigenständigen Unternehmen in ganz Ostdeutschland. Doch im letzten und auch in diesem Jahr machten viele Stornierungen und die magere Auftragslage der Firma Probleme. Im ersten halben Jahr 2011 versinkt das sächsische Vorzeigeunternehmen tief in den roten Zahlen. Trotz der schlechten Lage behält der schweizerische Maschinenbauer Meyer Burger seine Pläne bei, Roth & Rau zu übernehmen. Das hat zwar auf der einen Seite die Folge, dass eines der wenigen börsennotierten Großunternehmen Ostdeutschlands gekauft wird und seine Unabhängigkeit verliert. Aber auf der anderen Seite kann man hoffen, dass die Schweizer den sächsischen Maschinenbauer neu strukturieren und dadurch aus der Krise führen. Außerdem verbessert der Verbund der beiden Unternehmen vielleicht die Möglichkeiten an mehr Aufträge heranzukommen.
Freitag, 19. August 2011
Dienstag, 16. August 2011
Beste Zukunftsperspektiven für Leipzig und Dresden
Die Standorte Leipzig und Dresden haben sehr gute Noten von dem Feri-Institut erhalten. Das Forschungsinstitut hat für die Zeitschrift Capital deutsche Städte auf ihre Zukunftsperspektiven hin untersucht. Dabei waren die drei ostdeutschen Städte Leipzig, Dresden und Jena große Gewinner und landeten in den Top 10. Leipzig machte im Vergleich zum letzten Ranking 15 Plätze gut und kam dieses Jahr auf Rang 4 direkt hinter Hamburg, München und Frankfurt. Dresden verbesserte sich um 7 Plätze auf Rang 6. Zwischen die beiden sächsischen Metropolen schiebt sich noch Düsseldorf auf Rang 5. Aus Sicht des Institutes kann also die Standortattraktivität von Leipzig und Dresden mit den Schwergewichten der westdeutschen Wirtschaft mithalten. Eine erfreuliche Nachricht für Mitteldeutschland ist auch der Aufsteiger Jena: 17 Plätze ging es rauf - nun auf die 10.
Leipzig kann sich laut der Studie in Zukunft auf starkes Bevölkerungswachstum, mehr Arbeitsplätze und steigende Kaufkraft freuen. In der Tat gab es in letzter Zeit einige Investitionsankündigungen von Großkonzernen in Leipzig und einige Unternehmen sind bereits dabei ihre Werke zu erweitern. Insbesondere die beiden Automobilhersteller BMW und Porsche wollen den Standort Leipzig kräftig ausbauen. BMW kündigte an, sein Elektrofahrzeug in Leipzig in Serie gehen zu lassen und dazu mehrere hundert Millionen Euro zu investieren. Der Logistikkonzern Schenker feierte letzten Monat im Norden Leipzigs Richtfest für sein neues Zentrum, dass sich komplett auf die Logistik für die Automobilindustrie spezialisiert. Das ist nicht die einzige gute Nachricht des Leipziger Logistikstandortes: Das europäische Drehkreuz von DHL am Flughafen Halle/Leipzig wächst kräftig. DHL und Amazon schaffen zurzeit hunderte neue Arbeitsplätze.
Die wirtschaftliche Attraktivität Leipzigs und auch Dresdens spiegeln sich auch im Bevölkerungswachstum der beiden Städte wider. Neue Zahlen vom ersten Halbjahr 2011 zeigen: die beiden größten Städte Sachsens wachsen entgegen dem ostdeutschen Trend kräftig. Leipzig legte dabei sogar noch dynamischer zu als Dresden: um 1,5 % wuchs die Bevölkerung in einem Jahr auf nun fast 525.000. Dresden hat jetzt etwas mehr als 524.000 Einwohner und damit 1,2 % mehr als letztes Jahr. Die beiden sächsischen Metropolen liefern sich also ein Kopf an Kopf Rennen um den Titel größte Stadt Sachsens und damit größte Stadt Ostdeutschlands nach Berlin. Beide Wirtschaftszentren haben ihre Spezialisierung gefunden: Leipzig in Logistik, Automobilindustrie und Dienstleistungsstandort, Dresden in der Elektronik- und High-Tech-Branche. Die Aussichten für beide Standorte sind hervorragend.
Leipzig kann sich laut der Studie in Zukunft auf starkes Bevölkerungswachstum, mehr Arbeitsplätze und steigende Kaufkraft freuen. In der Tat gab es in letzter Zeit einige Investitionsankündigungen von Großkonzernen in Leipzig und einige Unternehmen sind bereits dabei ihre Werke zu erweitern. Insbesondere die beiden Automobilhersteller BMW und Porsche wollen den Standort Leipzig kräftig ausbauen. BMW kündigte an, sein Elektrofahrzeug in Leipzig in Serie gehen zu lassen und dazu mehrere hundert Millionen Euro zu investieren. Der Logistikkonzern Schenker feierte letzten Monat im Norden Leipzigs Richtfest für sein neues Zentrum, dass sich komplett auf die Logistik für die Automobilindustrie spezialisiert. Das ist nicht die einzige gute Nachricht des Leipziger Logistikstandortes: Das europäische Drehkreuz von DHL am Flughafen Halle/Leipzig wächst kräftig. DHL und Amazon schaffen zurzeit hunderte neue Arbeitsplätze.
Die wirtschaftliche Attraktivität Leipzigs und auch Dresdens spiegeln sich auch im Bevölkerungswachstum der beiden Städte wider. Neue Zahlen vom ersten Halbjahr 2011 zeigen: die beiden größten Städte Sachsens wachsen entgegen dem ostdeutschen Trend kräftig. Leipzig legte dabei sogar noch dynamischer zu als Dresden: um 1,5 % wuchs die Bevölkerung in einem Jahr auf nun fast 525.000. Dresden hat jetzt etwas mehr als 524.000 Einwohner und damit 1,2 % mehr als letztes Jahr. Die beiden sächsischen Metropolen liefern sich also ein Kopf an Kopf Rennen um den Titel größte Stadt Sachsens und damit größte Stadt Ostdeutschlands nach Berlin. Beide Wirtschaftszentren haben ihre Spezialisierung gefunden: Leipzig in Logistik, Automobilindustrie und Dienstleistungsstandort, Dresden in der Elektronik- und High-Tech-Branche. Die Aussichten für beide Standorte sind hervorragend.
Freitag, 8. Juli 2011
Regionales BIP in Sachsen im Krisenjahr 2009
Im Krisenjahr 2009 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in allen Kreisen Sachsens gesunken. Der dramatische Einbruch der Weltwirtschaft nach der Finanzkrise traf besonders die exportorientierte Industrie. Entsprechend waren auch die Regionen in Sachsen besonders stark betroffen, in denen die Industrie eine wichtige Rolle spielt. Umgekehrt haben Dienstleistungsstandorte weniger stark gelitten. Gleichwohl betraf der Rückgang der Wirtschaftskraft alle Sektoren und alle Regionen in Sachsen. Im Freistaat insgesamt sank das BIP um 2,0 %.


Die Region um Leipzig, mit dem Landkreis Nordsachsen und dem Leipziger Landkreis, hat traditionell ihren Fokus eher auf dem Dienstleistungssektor. Dadurch fehlen in der Region Industriearbeitsplätze und es gibt eine hohe Arbeitslosenquote. Doch die Wirtschaftskrise hat hier auch weniger Schaden angerichtet. Das BIP in Leipzig ist nur um 0,4 % gesunken, das BIP in Nordsachsen nur um 0,3 %.
Anders im Chemnitzer Raum: die Industrie spielt hier eine wichtige Rolle. Die Exportquote konnte in den letzten Jahren stetig gesteigert werden. Die Region hat daher den Einbruch der Weltwirtschaft 2009 zu spüren bekommen. In Chemnitz sank das BIP um 2,4 %, in Zwickau und im Erzgebirgskreis um 2,8 % und in Mittelsachsen gar um 3,4 %.
Im Dresdner Raum sah sie Situation etwas durchmischter aus. Das BIP der Landeshauptstadt sank merklich um 1,5 %, aber nicht so stark wie der sächsische Durchschnitt. Auch die Sächsische Schweiz und Görlitz waren nicht so stark betroffen. Bautzens BIP aber sank um 3,1 % und Meißen hatte mit 4,3 % den stärksten Rückgang in ganz Sachsen zu verzeichnen gehabt.
Betrachtet man das BIP pro Einwohner im Bestand, das Niveau der Wirtschaftskraft also, stellt man fest, dass die kreisfreien Städte deutlich vor den Landkreisen liegen. Dresden, Chemnitz und Leipzig sind die Zentren der Wirtschaft Sachsens. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder. Danach ist Dresden die mit Abstand reichste Region in Sachsen, gefolgt von Chemnitz und Leipzig. Die besten "ländlichen" Wirtschaftsstandorte sind Mittelsachsen, Zwickau und Meißen. Alle drei hatten schwer unter der Krise zu leiden. Schließlich liegen deutlich abgeschlagen die beiden Gebirgsregionen Sächsische Schweiz und das Erzgebirge auf den letzten Plätzen der Rangliste nach Wirtschaftskraft.
Zustand der sächsischen Wirtschaft 2009:

Wachstum der sächsischen Wirtschaft 2009:

Die Region um Leipzig, mit dem Landkreis Nordsachsen und dem Leipziger Landkreis, hat traditionell ihren Fokus eher auf dem Dienstleistungssektor. Dadurch fehlen in der Region Industriearbeitsplätze und es gibt eine hohe Arbeitslosenquote. Doch die Wirtschaftskrise hat hier auch weniger Schaden angerichtet. Das BIP in Leipzig ist nur um 0,4 % gesunken, das BIP in Nordsachsen nur um 0,3 %.
Anders im Chemnitzer Raum: die Industrie spielt hier eine wichtige Rolle. Die Exportquote konnte in den letzten Jahren stetig gesteigert werden. Die Region hat daher den Einbruch der Weltwirtschaft 2009 zu spüren bekommen. In Chemnitz sank das BIP um 2,4 %, in Zwickau und im Erzgebirgskreis um 2,8 % und in Mittelsachsen gar um 3,4 %.
Im Dresdner Raum sah sie Situation etwas durchmischter aus. Das BIP der Landeshauptstadt sank merklich um 1,5 %, aber nicht so stark wie der sächsische Durchschnitt. Auch die Sächsische Schweiz und Görlitz waren nicht so stark betroffen. Bautzens BIP aber sank um 3,1 % und Meißen hatte mit 4,3 % den stärksten Rückgang in ganz Sachsen zu verzeichnen gehabt.
Betrachtet man das BIP pro Einwohner im Bestand, das Niveau der Wirtschaftskraft also, stellt man fest, dass die kreisfreien Städte deutlich vor den Landkreisen liegen. Dresden, Chemnitz und Leipzig sind die Zentren der Wirtschaft Sachsens. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder. Danach ist Dresden die mit Abstand reichste Region in Sachsen, gefolgt von Chemnitz und Leipzig. Die besten "ländlichen" Wirtschaftsstandorte sind Mittelsachsen, Zwickau und Meißen. Alle drei hatten schwer unter der Krise zu leiden. Schließlich liegen deutlich abgeschlagen die beiden Gebirgsregionen Sächsische Schweiz und das Erzgebirge auf den letzten Plätzen der Rangliste nach Wirtschaftskraft.
Sonntag, 3. Juli 2011
Arbeitslosenquote Juni 2011
Die Arbeitsmarktsituation in Sachsen hat sich weiter verbessert. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 10,3 % - etwas unter dem ostdeutschen Durchschnitt von 10,9 %, aber noch deutlich über dem gesamtdeutschen Schnitt von 6,9 %. Die sächsische Quote lag 1,2 Prozentpunkte unter der Marke des Vorjahresmonats. Damit liegt Sachsen an der Spitze der Verbesserungen in Deutschland. Thüringen und Sachsen-Anhalt konnten ihre Quote um 1,1 Prozentpunkte ähnlich stark senken. Damit entspannt sich in Mitteldeutschland langsam die Situation am Arbeitsmarkt. Thüringen erreicht sogar eine Arbeitslosenquote von nur 8,4 % und ist damit mit Abstand erfolgreichstes ostdeutsches Bundesland.
Dresden liegt in Sachsen unter den großen Städten vorn. Hier lag die Quote im Juni bei 9,6 %. In Chemnitz lag sie bei 11,6 % und in Leipzig bei 13,1 %. Damit konnte Dresden seine Quote im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte verringern, Chemnitz und Leipzig hingegen nur um 1 Punkt. Die ganze Region Dresden steht momentan ziemlich gut da. Auch die benachbarten Kreise konnten sich stark verbessern - Ausdruck einer dynamisch wachsenden Wirtschaft. Die Sächsische Schweiz südlich von Dresden erreicht bereits 9,1 % und Meißen und Bautzen im Norden und Osten Dresdens erreichen 9,8 %.
Noch leicht besser sieht der Arbeitsmarkt im Regierungsbezirk Chemnitz aus. Mittelsachsen mit der Hauptstadt Freiberg liegt mit 8,8 % an der Spitze in ganz Sachsen. Danach kommt bereits der Erzgebirgskreis: 8,9 %. Das Erzgebirge war lange eine Problemregion mit besonders hoher Arbeitslosenquote. Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnte die Region südlich von Chemnitz seine Quote um 2,2 Prozentpunkte senken - deutschlandweiter Bestwert. Auch Zwickau senkte seine Arbeitslosenquote deutlich und kommt jetzt auf 9,1 %. Die drei Nachbarkreise von Chemnitz stehen damit an der Spitze in Sachsen und auch das Vogtland hat mit 9,3 % eine niedrige Quote.
Etwas problematischer sieht es im nördlichen Sachsen aus: Die Stadt Leipzig hat die höchste Arbeitslosenquote im Freistaat und der Landkreis Nordsachsen konnte seine Quote (11,8 %) im Vergleich zum Vorjahr kaum verbessern. Im Landkreis Leipzig südlich der Stadt Leipzig ist die Quote aber schon auf 10,1 % gefallen. Die Perspektiven für den Landkreis sehen recht gut aus: Das Leipziger Neuseenland in diesem Gebiet fördert den regionalen Tourismus, die Autobahnverlängerung der A72 von Chemnitz nach Leipzig wird den Landkreis besser an die Zentren anbinden und schließlich profitiert der Kreis davon, dass einige Städte zum Speckgürtel Leipzigs zählen. Markkleeberg an der südlichen Grenze von Leipzig etwa ist eine der wenigen Städte in Sachsen, die in den letzten Jahren Einwohnerzuwächse zu verzeichnen hatten.
Dresden liegt in Sachsen unter den großen Städten vorn. Hier lag die Quote im Juni bei 9,6 %. In Chemnitz lag sie bei 11,6 % und in Leipzig bei 13,1 %. Damit konnte Dresden seine Quote im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte verringern, Chemnitz und Leipzig hingegen nur um 1 Punkt. Die ganze Region Dresden steht momentan ziemlich gut da. Auch die benachbarten Kreise konnten sich stark verbessern - Ausdruck einer dynamisch wachsenden Wirtschaft. Die Sächsische Schweiz südlich von Dresden erreicht bereits 9,1 % und Meißen und Bautzen im Norden und Osten Dresdens erreichen 9,8 %.
Noch leicht besser sieht der Arbeitsmarkt im Regierungsbezirk Chemnitz aus. Mittelsachsen mit der Hauptstadt Freiberg liegt mit 8,8 % an der Spitze in ganz Sachsen. Danach kommt bereits der Erzgebirgskreis: 8,9 %. Das Erzgebirge war lange eine Problemregion mit besonders hoher Arbeitslosenquote. Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnte die Region südlich von Chemnitz seine Quote um 2,2 Prozentpunkte senken - deutschlandweiter Bestwert. Auch Zwickau senkte seine Arbeitslosenquote deutlich und kommt jetzt auf 9,1 %. Die drei Nachbarkreise von Chemnitz stehen damit an der Spitze in Sachsen und auch das Vogtland hat mit 9,3 % eine niedrige Quote.
Etwas problematischer sieht es im nördlichen Sachsen aus: Die Stadt Leipzig hat die höchste Arbeitslosenquote im Freistaat und der Landkreis Nordsachsen konnte seine Quote (11,8 %) im Vergleich zum Vorjahr kaum verbessern. Im Landkreis Leipzig südlich der Stadt Leipzig ist die Quote aber schon auf 10,1 % gefallen. Die Perspektiven für den Landkreis sehen recht gut aus: Das Leipziger Neuseenland in diesem Gebiet fördert den regionalen Tourismus, die Autobahnverlängerung der A72 von Chemnitz nach Leipzig wird den Landkreis besser an die Zentren anbinden und schließlich profitiert der Kreis davon, dass einige Städte zum Speckgürtel Leipzigs zählen. Markkleeberg an der südlichen Grenze von Leipzig etwa ist eine der wenigen Städte in Sachsen, die in den letzten Jahren Einwohnerzuwächse zu verzeichnen hatten.
Samstag, 25. Juni 2011
Neuer Bundesländervergleich der INSM
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat wieder ein Bundesländerranking mit aktualisierten Daten herausgebracht. (Link) Hier werden 100 Indikatoren zur Wirtschaftsleistung für die 16 Bundesländer ermittelt und verglichen. Danach gibt es getrennte Punkte für Dynamik und Niveau, sodass man die Entwicklung und den Ist-Zustand der Wirtschaft vergleichen kann. Man kann von solchen Rankings halten was man will, aber da sehr viele Indikatoren zusammengenommen werden, ergibt sich ein recht verlässliches Bild von der wirtschaftlichen Situation der Länder.
Sachsen erreicht bei dem Niveau-Ranking Platz 12 und beim Dynamik-Ranking Platz 4. Bei dem Ist-Zustand belegen alle ostdeutschen Bundesländer die letzten Plätze. Es lässt sich aber eine Zweiteilung erkennen: Thüringen, Sachsen und Brandenburg liegen recht weit vor Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen-Anhalt. Ganz vorne ist Bayern und danach Baden-Württemberg und Hamburg. Umgekehrt liegen alle ostdeutschen Bundesländer bei der Dynamik-Betrachtung auf den vordersten Plätzen: Brandenburg ist mit einigem Abstand Erster.
Bei der Betrachtung der Einzelindikatoren fällt Sachsen solider Haushaltskurs der Regierung auf: Kein Land hat weniger Staatsschulden pro Kopf als Sachsen. Während die meisten Länder ihre Schulden besonders durch die schwere Wirtschaftskrise erhöhen mussten, konnte Sachsen seine Schulden pro Einwohner um 17,4 % reduzieren. Gleichzeitig erreicht Sachsen die höchste Investitionsquote der Öffentlichen Hand aller Bundesländer mit 18,8 % - vor Bayern und Thüringen. Sachsens Haushaltführung ist also vorbildlich und trotzdem sieht es bei den harten Fakten des Zustands der Wirtschaft nicht berauschend aus. Der Abstand ganz Ostdeutschlands bei wichtigen Faktoren wie Kaufkraft, BIP oder Produktivität ist hoch und die Dynamik zu gering als das sie auf ein schnelles Aufholen deuten würde.
Selbst im Vergleich mit anderen ostdeutschen Bundesländern kann man nicht sagen, dass Sachsen eine stärkere Wirtschaft hat. Sachsens Einwohner haben eine genauso große Kaufkraft wie die Mecklenburg-Vorpommerns. Bei Indikatoren wie BIP oder verfügbares Einkommen ist kaum ein Unterschied zwischen den ostdeutschen Flächenländern auszumachen. Bei der Produktivität liegt Sachsen sogar auf dem letzten Platz. Sachsen fehlt Produktivität besonders in der Fläche. Es gibt zwar einige Leuchttürme wie der Automobilbau und die Mikroelektronik, aber die Wirtschaft insgesamt macht noch zu wenig Umsatz im Vergleich zu der Anzahl der Beschäftigten.
Die Dynamik-Betrachtung von 2007-2010 ist von der Wirtschaftskrise geprägt. So sank das sächsische BIP um 1,5 % in diesem Zeitraum - Platz 12. Das ist ein Anzeichen dafür, dass Sachsen zwar die Krise mitgemacht hat, aber vom danach einsetzenden Aufschwung noch nicht so viel abbekommen hat. Auch in der Entwicklung der Produktivität ist nur Platz 8 drin, beim Verfügbaren Einkommen Platz 9. Zwar sind in Sachsen und Thüringen die Arbeitgeberentgelte so stark gestiegen wie nirgendwo in Deutschland, dafür konnte aber Sachsen auch weniger stark seine Arbeitslosenquote senken als anderen ostdeutsche Bundesländer.
Sachsen erreicht bei dem Niveau-Ranking Platz 12 und beim Dynamik-Ranking Platz 4. Bei dem Ist-Zustand belegen alle ostdeutschen Bundesländer die letzten Plätze. Es lässt sich aber eine Zweiteilung erkennen: Thüringen, Sachsen und Brandenburg liegen recht weit vor Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Sachsen-Anhalt. Ganz vorne ist Bayern und danach Baden-Württemberg und Hamburg. Umgekehrt liegen alle ostdeutschen Bundesländer bei der Dynamik-Betrachtung auf den vordersten Plätzen: Brandenburg ist mit einigem Abstand Erster.
Bei der Betrachtung der Einzelindikatoren fällt Sachsen solider Haushaltskurs der Regierung auf: Kein Land hat weniger Staatsschulden pro Kopf als Sachsen. Während die meisten Länder ihre Schulden besonders durch die schwere Wirtschaftskrise erhöhen mussten, konnte Sachsen seine Schulden pro Einwohner um 17,4 % reduzieren. Gleichzeitig erreicht Sachsen die höchste Investitionsquote der Öffentlichen Hand aller Bundesländer mit 18,8 % - vor Bayern und Thüringen. Sachsens Haushaltführung ist also vorbildlich und trotzdem sieht es bei den harten Fakten des Zustands der Wirtschaft nicht berauschend aus. Der Abstand ganz Ostdeutschlands bei wichtigen Faktoren wie Kaufkraft, BIP oder Produktivität ist hoch und die Dynamik zu gering als das sie auf ein schnelles Aufholen deuten würde.
Selbst im Vergleich mit anderen ostdeutschen Bundesländern kann man nicht sagen, dass Sachsen eine stärkere Wirtschaft hat. Sachsens Einwohner haben eine genauso große Kaufkraft wie die Mecklenburg-Vorpommerns. Bei Indikatoren wie BIP oder verfügbares Einkommen ist kaum ein Unterschied zwischen den ostdeutschen Flächenländern auszumachen. Bei der Produktivität liegt Sachsen sogar auf dem letzten Platz. Sachsen fehlt Produktivität besonders in der Fläche. Es gibt zwar einige Leuchttürme wie der Automobilbau und die Mikroelektronik, aber die Wirtschaft insgesamt macht noch zu wenig Umsatz im Vergleich zu der Anzahl der Beschäftigten.
Die Dynamik-Betrachtung von 2007-2010 ist von der Wirtschaftskrise geprägt. So sank das sächsische BIP um 1,5 % in diesem Zeitraum - Platz 12. Das ist ein Anzeichen dafür, dass Sachsen zwar die Krise mitgemacht hat, aber vom danach einsetzenden Aufschwung noch nicht so viel abbekommen hat. Auch in der Entwicklung der Produktivität ist nur Platz 8 drin, beim Verfügbaren Einkommen Platz 9. Zwar sind in Sachsen und Thüringen die Arbeitgeberentgelte so stark gestiegen wie nirgendwo in Deutschland, dafür konnte aber Sachsen auch weniger stark seine Arbeitslosenquote senken als anderen ostdeutsche Bundesländer.
Donnerstag, 16. Juni 2011
Entwicklung der sächsischen Industrie 2010
Das Wachstum der Industrie in Sachsen ist seit einigen Jahren wieder die treibende Kraft der wirtschaftlichen Entwicklung. Nach den schwierigen Neuordnungen der Nachwendezeit und der teilweisen Deindustrialisierung, wächst der Industriesektor mit jährlich etwa 10 %. Das Verarbeitende Gewerbe stellt ein gutes Konjunkturbarometer dar, denn der Zustand des Welthandels spiegelt sich in den Exporten von Gütern wie Autos, Elektronik und anderes wider. Auch beeinflusst die industrielle Entwicklung weitere Teile der Wirtschaft, so erhält das Baugewerbe Aufträge, unternehmensnahe Dienstleistungen werden nachgefragt und die steigende Beschäftigung führt zu erhöhtem Konsum. Nicht zu letzt stehen Daten zur Industrie schneller zur Verfügung als Daten des Bruttoinlandsproduktes.
Die industrielle Produktion wurde im Krisenjahr 2009 in Sachsen wie in ganz Deutschland stark gebeutelt. In Sachsen sank der Umsatz um 17,3 % zum Vorjahr ab. Seit 2010 geht es wieder aufwärts. Allerdings ist ein so starker Einbruch nicht einfach wieder aufzuholen. 2010 sind die Umsätze immerhin wieder um 12,4 % gestiegen, sie liegen aber mit 54,4 Milliarden € noch unter dem Wert von 2007. Ich habe bereits in einem anderen Beitrag (Link) erwähnt, das Sachsen in der Entwicklung des BIP im Jahr 2010 hinter anderen Bundesländern zurückgeblieben ist. Auch das Wachstum der industriellen Produktion ist zwar recht hoch in Sachsen, aber nicht so extrem gut wie in anderen Bundesländern.
Die industrielle Erholung wurde 2010 in Sachsen wie auch in ganz Deutschland von der Automobilindustrie angeführt. Der wichtige Wirtschaftszweig steigerte seine Umsätze um 28,7 %. Andere wichtige Branchen in Sachsen wie der Maschinenbau mit +4,2 % und die Elektronikindustrie mit +6,7 % entwickelten sich dagegen sehr verhalten und konnten noch nicht von dem Aufschwung profitieren.
Auch regional zeigt sich ein deutlich differenziertes Bild. Den stärksten Zuwachs hatte die Industrie in Leipzig mit +26,9 %, hingegen schrumpfte die Industrie in Dresden mit -1,2 %. Leipzig profitiert stark von der Präsenz von BMW und Porsche in der Stadt. In Dresden hingegen hat besonders die Halbleiterindustrie große Schwierigkeiten. Schon seit Jahren hat die Landeshauptstadt ein recht mageres Industriewachstum. Dadurch liegt Dresden nun auch in absoluten Werten mit 6 Milliarden € Umsatz deutlich hinter Leipzig mit etwa 7 Milliarden € Umsatz 2010.
Industrielles Kraftzentrum Sachsens ist allerdings Zwickau: die Industrie im Landkreis schaffte letztes Jahr fast 7,9 Milliarden € Umsatz. Im Wachstum von +21,6 % spiegelt sich die erfolgreiche Entwicklung von VW und seiner Zulieferindustrie im Landkreis wider. Auch der benachbarte Erzgebirgskreis erreichte ein Wachstum von +23,9 % - allerdings von einem recht niedrigem absoluten Niveau aus. Insgesamt kann man feststellen, dass die gute Entwicklung des Industrieumsatzes in der Region Chemnitz-Zwickau auch dazu beigetragen hat die Arbeitslosigkeit der Region letztes Jahr stark zu senken. Im Direktionsbezirk Chemnitz liegt die Arbeitslosigkeit niedriger als in Dresden oder Leipzig, auch wenn die Stadt Chemnitz nur ein recht unspektakuläres Industriewachstum von +10,4 % schafft.
Mit Blick auf den Jahresbeginn 2011 kann man sagen, dass die Industrie deutlich angezogen hat. Aktuell sieht es daher in Sachsen noch besser aus als 2010. Der XXL-Aufschwung scheint mit etwas Verzögerung auch im Freistaat angekommen zu sein. Erste Prognosen für das BIP im 1. Quartal 2011 sagen für Ostdeutschland einen Wachstumsschub von 1,8 % zum Vorquartal voraus, in Deutschland insgesamt sollen es 1,5 % sein. Quartalszahlen zum Vorquartal sind immer kleine Zahlen und ein Wachstum von über 1 % ist sehr kräftig.
Auch die ersten Daten zur Industrie bestätigen das. Der März 2011 war der umsatzstärkste Monat aller Zeiten in Sachsen. Nachdem 2010 der Aufschwung von der Automobilbranche getragen wurde, ziehen jetzt auch andere Branchen nach und besonders im Maschinenbau ist die Stimmung hervorragend. Man kann durch die guten Zahlen hoffen, dass 2011 auch Sachsen einen großen Anstieg des BIP verzeichnen kann. Aktuelle Prognosen gehen für Deutschland wieder von einem Wachstum von über 3 % in diesem Jahr aus, nach dem 2010 schon 3,6 % erzielt wurden. Vielleicht kann Sachsen diesmal mit den westdeutschen Bundesländern mithalten.
Die industrielle Produktion wurde im Krisenjahr 2009 in Sachsen wie in ganz Deutschland stark gebeutelt. In Sachsen sank der Umsatz um 17,3 % zum Vorjahr ab. Seit 2010 geht es wieder aufwärts. Allerdings ist ein so starker Einbruch nicht einfach wieder aufzuholen. 2010 sind die Umsätze immerhin wieder um 12,4 % gestiegen, sie liegen aber mit 54,4 Milliarden € noch unter dem Wert von 2007. Ich habe bereits in einem anderen Beitrag (Link) erwähnt, das Sachsen in der Entwicklung des BIP im Jahr 2010 hinter anderen Bundesländern zurückgeblieben ist. Auch das Wachstum der industriellen Produktion ist zwar recht hoch in Sachsen, aber nicht so extrem gut wie in anderen Bundesländern.
Die industrielle Erholung wurde 2010 in Sachsen wie auch in ganz Deutschland von der Automobilindustrie angeführt. Der wichtige Wirtschaftszweig steigerte seine Umsätze um 28,7 %. Andere wichtige Branchen in Sachsen wie der Maschinenbau mit +4,2 % und die Elektronikindustrie mit +6,7 % entwickelten sich dagegen sehr verhalten und konnten noch nicht von dem Aufschwung profitieren.
Auch regional zeigt sich ein deutlich differenziertes Bild. Den stärksten Zuwachs hatte die Industrie in Leipzig mit +26,9 %, hingegen schrumpfte die Industrie in Dresden mit -1,2 %. Leipzig profitiert stark von der Präsenz von BMW und Porsche in der Stadt. In Dresden hingegen hat besonders die Halbleiterindustrie große Schwierigkeiten. Schon seit Jahren hat die Landeshauptstadt ein recht mageres Industriewachstum. Dadurch liegt Dresden nun auch in absoluten Werten mit 6 Milliarden € Umsatz deutlich hinter Leipzig mit etwa 7 Milliarden € Umsatz 2010.
Industrielles Kraftzentrum Sachsens ist allerdings Zwickau: die Industrie im Landkreis schaffte letztes Jahr fast 7,9 Milliarden € Umsatz. Im Wachstum von +21,6 % spiegelt sich die erfolgreiche Entwicklung von VW und seiner Zulieferindustrie im Landkreis wider. Auch der benachbarte Erzgebirgskreis erreichte ein Wachstum von +23,9 % - allerdings von einem recht niedrigem absoluten Niveau aus. Insgesamt kann man feststellen, dass die gute Entwicklung des Industrieumsatzes in der Region Chemnitz-Zwickau auch dazu beigetragen hat die Arbeitslosigkeit der Region letztes Jahr stark zu senken. Im Direktionsbezirk Chemnitz liegt die Arbeitslosigkeit niedriger als in Dresden oder Leipzig, auch wenn die Stadt Chemnitz nur ein recht unspektakuläres Industriewachstum von +10,4 % schafft.
Mit Blick auf den Jahresbeginn 2011 kann man sagen, dass die Industrie deutlich angezogen hat. Aktuell sieht es daher in Sachsen noch besser aus als 2010. Der XXL-Aufschwung scheint mit etwas Verzögerung auch im Freistaat angekommen zu sein. Erste Prognosen für das BIP im 1. Quartal 2011 sagen für Ostdeutschland einen Wachstumsschub von 1,8 % zum Vorquartal voraus, in Deutschland insgesamt sollen es 1,5 % sein. Quartalszahlen zum Vorquartal sind immer kleine Zahlen und ein Wachstum von über 1 % ist sehr kräftig.
Auch die ersten Daten zur Industrie bestätigen das. Der März 2011 war der umsatzstärkste Monat aller Zeiten in Sachsen. Nachdem 2010 der Aufschwung von der Automobilbranche getragen wurde, ziehen jetzt auch andere Branchen nach und besonders im Maschinenbau ist die Stimmung hervorragend. Man kann durch die guten Zahlen hoffen, dass 2011 auch Sachsen einen großen Anstieg des BIP verzeichnen kann. Aktuelle Prognosen gehen für Deutschland wieder von einem Wachstum von über 3 % in diesem Jahr aus, nach dem 2010 schon 3,6 % erzielt wurden. Vielleicht kann Sachsen diesmal mit den westdeutschen Bundesländern mithalten.
Dienstag, 7. Juni 2011
Wirtschaftsfaktor Tourismus wächst rasant
In den letzten Tagen fand in Dresden ein Mammut-Event statt: der evangelische Kirchentag zog hunderttausende Menschen in die Stadt. Um diesem Ansturm Herr zu werden, wurde die Unterbringung der Besucher von langer Hand geplant. Nicht nur für Hotels und Gaststätten sondern auch für kleinere Pensionen in Dresden und im Umland war das ein riesiges Geschäft. Ersten Schätzungen zufolge ließen die Gäste etwa 30 Millionen Euro in der Stadt. Außerdem war der Kirchentag eine gute Werbung für die Gastfreundlichkeit Sachsens und alleine das Zeigen der Dresdner Silhouette in den Fernsehnachrichten ist Gold wert für das Touristenziel Dresden.
Der Tourismus in Sachsen ist ein stark wachsender Wirtschaftszweig des Freistaats. Laut Statistik wurden im Jahr 2010 fast 6,3 Millionen Gästeankünfte verzeichnet. Das sind 5 % mehr als im Jahr davor und mehr als im bisher besten Jahr 2006. Die große Mehrzahl kommt aus Deutschland selber. Etwa 700.000 ausländische Gäste kamen dazu letztes Jahr nach Sachsen (+15 %). Die Herkunftsländer waren besonders die USA, die Niederlande, Österreich, Schweiz und Großbritannien. Die größten Wachstumsmärkte sind Australien/Ozeanien (+36,6 %) und Asien (+26,2 %) gewesen.
Touristen-Hauptstadt Sachsens ist natürlich Dresden: 1,68 Millionen Gäste haben in der Stadt 2010 übernachtet. Das ist ein Wachstum von fast 10 % und liegt deutlich über dem Durchschnitt. Nicht zu übersehen sind in Dresden die vielen Hotels aller Preisklassen, die besonders in der Innenstadt aus dem Boden schießen. Dagegen gibt es auch viel Kritik, aber der Tourismus bringt sehr viel Geld für die Wirtschaft der Stadt. So entstehen auch immer mehr Arbeitsplätze nicht nur in den Hotels und Gaststätten, sondern auch im Einzelhandel. Dresden hat eine Einzelhandelsfläche pro Kopf der Bevölkerung, die weit über dem Bundesdurchschnitt liegt. Dies lohnt sich für die Betreiber, da Dresden ständig viele Gäste in der Stadt hat, die auch Einkaufen gehen. Außerdem strahlt die touristische Anziehungskraft Dresdens auch auf das landschaftlich reizvolle Umland aus: 373.000 Gästeankünfte konnte die Sächsische Schweiz verzeichnen und 415.000 das Sächsische Elbland um Meißen.
Das zweite große Zentrum für Touristen ist die Stadt Leipzig, die letztes Jahr 1,12 Millionen Gäste zählte. Das sind 9 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Städte haben also ein überdurchschnittliches Wachstum, wahrscheinlich auch weil der Städtetourismus besonders in Deutschland immer beliebter wird. Das Umland von Leipzig versucht man auch immer mehr als Touristenziel auszubauen. In der touristischen Region "Sächsisches Burgen- und Heideland" waren 614.000 (+5,9 %) Gästeankünfte zu verzeichnen. Die Region umfasst ein großes Gebiet im Zentrum des Freistaates nördlich von Chemnitz bis zur brandenburgischen Grenze und umfasst unter anderem das Leipziger Neuseenland.
Tourismus ist auch für das Erzgebirge ein besonders wichtiger Wirtschaftsfaktor. Hier konnten letztes Jahr fast 1 Millionen (+2,8 %) Gäste gezählt werden. Damit ist das Erzgebirge die dritte wichtige Tourismusregion in Sachsen. Für das Gebirge ist die Winterzeit und die Weihnachtszeit Hochsaison. Außerdem dient das Erzgebirge als Naherholungsgebiet für die Stadtbewohner aus Dresden, Chemnitz und auch für Leipziger. Einen Impuls für die Region könnte auch die Eröffnung des Kammwanderwegs im Erzgebirge sein. Vom Osterzgebirge kann man nun bis ins Vogtland und nach Thüringen wandern. Ein weiterer Unterschied zwischen Stadttourismus und Landtourismus ist die unterschiedliche Aufenthaltsdauer. Während der durchschnittliche Gast in Dresden 2 Tage verbringt, verweilt er im Erzgebirge ganze 3 Tage. Dadurch kommt das Erzgebirge sogar auf fast eine genau so hohe Zahl an Übernachtungen wie Dresden: 3 Millionen im letzten Jahr.
Der Tourismus in Sachsen ist ein stark wachsender Wirtschaftszweig des Freistaats. Laut Statistik wurden im Jahr 2010 fast 6,3 Millionen Gästeankünfte verzeichnet. Das sind 5 % mehr als im Jahr davor und mehr als im bisher besten Jahr 2006. Die große Mehrzahl kommt aus Deutschland selber. Etwa 700.000 ausländische Gäste kamen dazu letztes Jahr nach Sachsen (+15 %). Die Herkunftsländer waren besonders die USA, die Niederlande, Österreich, Schweiz und Großbritannien. Die größten Wachstumsmärkte sind Australien/Ozeanien (+36,6 %) und Asien (+26,2 %) gewesen.
Touristen-Hauptstadt Sachsens ist natürlich Dresden: 1,68 Millionen Gäste haben in der Stadt 2010 übernachtet. Das ist ein Wachstum von fast 10 % und liegt deutlich über dem Durchschnitt. Nicht zu übersehen sind in Dresden die vielen Hotels aller Preisklassen, die besonders in der Innenstadt aus dem Boden schießen. Dagegen gibt es auch viel Kritik, aber der Tourismus bringt sehr viel Geld für die Wirtschaft der Stadt. So entstehen auch immer mehr Arbeitsplätze nicht nur in den Hotels und Gaststätten, sondern auch im Einzelhandel. Dresden hat eine Einzelhandelsfläche pro Kopf der Bevölkerung, die weit über dem Bundesdurchschnitt liegt. Dies lohnt sich für die Betreiber, da Dresden ständig viele Gäste in der Stadt hat, die auch Einkaufen gehen. Außerdem strahlt die touristische Anziehungskraft Dresdens auch auf das landschaftlich reizvolle Umland aus: 373.000 Gästeankünfte konnte die Sächsische Schweiz verzeichnen und 415.000 das Sächsische Elbland um Meißen.
Das zweite große Zentrum für Touristen ist die Stadt Leipzig, die letztes Jahr 1,12 Millionen Gäste zählte. Das sind 9 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Städte haben also ein überdurchschnittliches Wachstum, wahrscheinlich auch weil der Städtetourismus besonders in Deutschland immer beliebter wird. Das Umland von Leipzig versucht man auch immer mehr als Touristenziel auszubauen. In der touristischen Region "Sächsisches Burgen- und Heideland" waren 614.000 (+5,9 %) Gästeankünfte zu verzeichnen. Die Region umfasst ein großes Gebiet im Zentrum des Freistaates nördlich von Chemnitz bis zur brandenburgischen Grenze und umfasst unter anderem das Leipziger Neuseenland.
Tourismus ist auch für das Erzgebirge ein besonders wichtiger Wirtschaftsfaktor. Hier konnten letztes Jahr fast 1 Millionen (+2,8 %) Gäste gezählt werden. Damit ist das Erzgebirge die dritte wichtige Tourismusregion in Sachsen. Für das Gebirge ist die Winterzeit und die Weihnachtszeit Hochsaison. Außerdem dient das Erzgebirge als Naherholungsgebiet für die Stadtbewohner aus Dresden, Chemnitz und auch für Leipziger. Einen Impuls für die Region könnte auch die Eröffnung des Kammwanderwegs im Erzgebirge sein. Vom Osterzgebirge kann man nun bis ins Vogtland und nach Thüringen wandern. Ein weiterer Unterschied zwischen Stadttourismus und Landtourismus ist die unterschiedliche Aufenthaltsdauer. Während der durchschnittliche Gast in Dresden 2 Tage verbringt, verweilt er im Erzgebirge ganze 3 Tage. Dadurch kommt das Erzgebirge sogar auf fast eine genau so hohe Zahl an Übernachtungen wie Dresden: 3 Millionen im letzten Jahr.
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